Rekonditionierung von Wälzlagern

27.07.2018

Große Wälzlager, wie sie in Maschinen zur Papierherstellung, Kohleaufbereitung oder in der Schwerindustrie zum Einsatz kommen, sind hochwertige Wirtschaftsgüter. Neben dem interessanten wirtschaftlichen Aspekt wird es immer wichtiger, Ressourcen zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Im Schadens- oder Verschleißfall ist es oft möglich, das vorhandene Lager aufzuarbeiten, statt die Investition in ein neues zu tätigen. Insbesondere bei geplanten Instandhaltungen großer Anlagen können die vorhandenen Austauschlagersätze regelmäßig und kostengünstig überprüft, oftmals rekonditioniert und ohne Stillstandzeiten der Anlage in Neulagerqualität wieder zur Verfügung gestellt werden.


Die Eignung verschiedener Lagertypen zur Rekonditionierung ist in Tabelle 1 vereinfacht dargestellt. Zerlegbare Lager mit einem offenen Käfigdesign sind generell gut rekonditionierbar. Geschlossene Blechkäfige oder auch Bolzenkäfige sind nur zerstörend zu öffnen und daher nur bedingt aufzubereiten.
 

Übersicht über die Rekonditionierbarkeit der Bauformen

Das vorhandene Schadbild darf nicht über Abdrücke und Überrollungen von Fremdpartikeln hinausgehen. Bei Lagern mit beginnenden Abschälungen (Pittings) oder Rissen müssen einzelne Ringe ausgetauscht werden, wodurch die Wirtschaftlichkeit einer Rekonditionierung im Einzelfall geprüft werden muss. Rekonditionierte Wälzlager besitzen, vorbehaltlich verdeckter Materialfehler, die volle Funktions- und Leistungsfähigkeit neuer Wälzlager.
Damit ergeben sich je nach Lagertype Kosteneinsparungen von bis zu 60 % gegenüber dem Neulagerpreis. Ist es möglich Außen- und Innenring des aufzubereitenden Wälzlagers zu erhalten, ergibt sich zudem eine Lieferzeitverkürzung um bis zu 50 %.
 

Nähere Informationen zu unserem Leistungsangebot der Wälzlageraufbereitung finden Sie unter:
KRW - Rekonditionierung von Wälzlagern